Ist der Begriff „Instabilität“ überhaupt richtig?
Als Realisten stellen wir fest, dass sich das wirtschaftliche und damit auch das politische Umfeld seit Jahrzehnten, oder besser Jahrhunderten, dynamisch verändern.
Fakt ist, dass die menschliche Kreativität – leider oft auch die politische Ignoranz und Arroganz – ein instabiles Umfeld schaffen, von dessen Dynamik viele Unternehmen noch heute überrascht und damit verunsichert werden.
Da die menschliche Kreativität mitunter etwas sonderbare Effekte hat, folgt die unmittelbare politische Reaktion als letztliche Konsequenz. Für die Finanzwelt hat „Compliance“ heute eine ganz andere Bedeutung und Wirkung als noch vor einem Jahrzehnt.
Der Markt hat immer Recht – egal ob die Veränderung gesellschaftlich, technisch, wirtschaftlich, politisch oder bei allen vier Faktoren gleichzeitig erfolgt.

Die Schlüsselwörter der Unternehmensführung
Die „alten“ Begriffe wie Innovation und Change sind immer noch aktuell, aber deren Inhalt hat sich drastisch verändert. Während früher für einen Autohersteller die technische Innovation im Vordergrund stand, sind es heute Aspekte des veränderten Nutzerverhaltens: Selbstfahrende Autos, Car Sharing, Elektroautos als Teil eines Smart Grid; die Kernpunkte der Innovation sind also Kommunikation, User Interface, Data Management und Prozesse.

Eine ebenso spannende Entwicklung erleben die Banken: mit jeder Finanz-App, die sie lancieren (Stichworte sind FinTech, RoboAdvice, Crowd Funding/Lending, on-line Hypothek), beseitigen sie gleichzeitig die Existenzberechtigung eines Teils ihrer bestehenden Struktur.
Zudem kommen die gefährlichsten Herausforderungen von ausserhalb der Branche!

Das magische Wort: Agilität
Agilität, laut Duden Synonym für Vitalität, also Überlebensfähigkeit. Für ein Unternehmen trifft auch der Begriff „Marktfähigkeit“ den Kern der Sache perfekt!

Was heisst das für die Unternehmensführung?
Agility wurde ursprünglich in der IT geprägt, damit interne IT-Abteilungen den ständig wechselnden Prioritäten und Anforderungen gerecht werden, um eben die notwendige Reaktionsgeschwindigkeit und Flexibilität = Agilität, zu entwickeln.

Agilität verträgt sich schlecht mit dem Organigramm!
Öffentliche und private Organisationen haben sich „Agilität“ gross auf die Fahne geschrieben, haben aber Mühe bei der Definition und der Umsetzung – warum?
Agilität ist nicht top-down zu befehlen, sondern muss „querbeet“ vorbereitet und implementiert werden!
Bemerkung aus dem Berateralltag: Ein leichtes Heben der Augenbrauen kann schon vorkommen, wenn wir nach der Präsentation der Geschäftsleitung „was wir von Euch Beratern erwarten“ den Wunsch äussern, uns mit Schlüsselpersonen ohne Führungsfunktion zu unterhalten, bevor wir an die Konzeptentwicklung gehen.

Worum geht es?
Wahre „Outside-in Sicht“, objektive „Client-Touch-Line“, schlüssige Entwicklung von „Use-Cases“ und aktives „Stakeholder-Management“: die Basis zur Entwicklung einer konsequenten „Client Centricity“, damit die Sicherstellung der Marktfähigkeit.
Die FANG leben Agility vor (Facebook, Amazon, Netflix, Google).

So nebenbei: Das Organigramm als Führungsgrundlage für Agilität können sie beiseitelegen, sie benötigen es noch für den Geschäftsbericht.[/fusion_text]