Vor rund einer Woche wurden weitere Lockerungen durch den Bundesrat beschlossen. Zoos und Kinos öffneten ihre Tore und Türen, Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen sind wieder erlaubt, die Bergbahnen fahren wieder, Sommerlager für die Kinder dürfen durchgeführt werden, Präsenzunterreicht für Mittel- Berufs- und Hochschulen sind erlaubt, aber die Empfehlung zum Home Office bleibt bestehen.

 

 

Für einige war das Home Office bereits ein Bestandteil vom Arbeitsalltag, für mich war es eine neue Erfahrung. Die Vorstellung war irgendwie surreal, dass nun alles von zu Hause aus geschehen soll. Virtuelle Teammeetings und Kundenmeetings habe ich nur selten bis gar nicht mit erlebt, denn vor der COVID 19 Krise war das meiste «face-to–face».

Die Vorteile im Home Office

Kein langer Arbeitsweg, kein Pendlerstress, kein Stau auf der Autobahn, effizienteres Arbeiten mit weniger ‘’Störfaktoren’’. Es ist erstaunlich schnell ich mich an die absolute Ruhe zu Hause gewohnt hatte und diese schätzen lernte, denn an den wenigen Tagen im Büro, ist mir aufgefallen, dass ich mich viel mehr fokussieren musste, dass ich nicht bei jedem Telefonklingeln hinhörte, ob jemand Zeit hat ranzugehen, was mir zuvor gar nicht spezifisch aufgefallen ist. Dafür habe ich an den Bürotagen die persönlichen Austausche viel mehr schätzen gelernt, es war nicht mehr so selbstverständlich wie vor Corona.

Nachteile im Home Office

Es hat mir aber auch gezeigt, dass im Home Office gewisse Nachteile und Gefahren zum Ausdruck kommen.

Beispielsweise verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit, Feierabend und Wochenende durch das Wegfallen von klaren «Cuts». Was für mich bedeutet hat an der Selbstdisziplin zu arbeiten, sprich wenn ich für mich beschlossen hatte, Feierabend zu machen, dann hatte dies zur Folge, dass der Laptop nicht einfach geschlossen wurde und sichtbar herumlag, sondern, dass alle Unterlagen und der Laptop in die Tasche verstaut wurden. Es hat ein paar Tage gedauert um nicht in Versuchung zu kommen um 21.00 Uhr noch schnell was zu erledigen, aber inzwischen ist es normal geworden.

Eine Frage der Unternehmenskultur

Für mich war es sowieso eine spannende Zeit, mein Start bei Alerion ist erst ein paar Wochen her, aber dennoch habe ich schon viel gelernt, auch was es heisst von der ferne aus ‘geführt’ zu werden. Am Anfang hatte ich echt grossen Respekt davor, wie es ist die Feedbacks bei virtuellen Meetings zu erhalten oder wie es sein wird so viel von zu Hause auszuarbeiten. Diese Fragen hatten sich schon in wenigen Tagen nach dem Start relativiert.

Ich muss ehrlich sagen, ich erhalte nicht weniger Feedback wenn ich von zu Hause aus arbeite, als wenn ich im Büro bin, halt einfach auf einem anderen Weg.

Ich bin mir bewusst, dass dies für meine Vorgesetzen eine neue Herausforderung ist, aber ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich mich gut aufgehoben und integriert fühle, obwohl wir uns meistens ‘’nur’’ virtuell sehen.

Ich bin gespannt, wie sich das Verhältnis Home Office und Arbeiten im Büro einpendeln wird, werden wir irgendwann wieder so arbeiten wie vor der COVID 19 Krise oder wird ein Mix bleiben?

Wie dem auch sei, sind wir gespannt was in den nächsten Wochen auf uns zu kommt.

 

Ein Beitrag von Fabienne Meier