Seit der Jahrtausendwende gibt es einen ungebrochenen Megatrend: Zunehmende Unsicherheit und extrem schnelle Produkt- und Trendzyklen. Die COVID-19 Krise ist dabei nur der vorläufige Höhepunkt, der in kürzester Frist zu enormen (wenn auch erzwungenen) Verhaltens- und Nachfrageänderungen geführt hat.

(Hier geht es zum ausführlichen Ratgeber Thema “Ambidexterity”)

Auch bei den Unternehmen in der Schweiz haben diese Entwicklungen klare Spuren hinterlassen. Waren die Grossbanken vor einigen Jahren noch Treiber der SMI Entwicklung, sind sie nun die Sorgenkinder: Beide Aktien gibt es aktuell für unter 10 Franken! Die einst stolze MCH Group ist in kürzester Frist vom Strahlemann zu einem Sanierungsfall geworden, ohne staatliche Eigentümerschaft wohl kurz vor der Zerschlagung und Teilliquidation.

Das Problem bei all diesen Entwicklungen ist, dass Unternehmen von den sich anbahnenden Veränderungen auf der Nachfrageseite lange nichts bemerken, bis quasi über Nacht das bestehende Geschäftsmodell in sich zusammenfällt.

Wir bei Alerion nennen dies das «Tipping Point» Paradoxon. Lange Zeit spiegeln sich die Veränderungen nicht im Kundenverhalten und der Nachfrage wider. Kommt es zum Wechsel des Verhaltens und der Nachfrage, so verläuft diese nicht linear, sondern sprunghaft.

Doch wie gehen Unternehmen mit diesem Problem idealerweise um? Zu früh auf eine (noch) nicht vorhandene Nachfrage umstellen wäre fatal, weil das Geschäfts einbricht. Zu spät hat allerdings den gleichen Effekt … was also ist zu tun?

Der Ansatz nennt sich Ambidexterity und könnte umgangssprachlich mit «das eine tun und das andere nicht lassen» übersetzt werden. Um sich in einem hochvolatilen Umfeld – also einer VUCA Welt – zurechtzufinden, müssen Unternehmen einerseits in der Lage sein, das heutige Geschäft erfolgreich zu betreiben (Exploitation) und andererseits die Zukunft bereits heute zu antizipieren (Exploration), um bei einem Wechsel der Nachfrage über die entsprechende Time to Market zu verfügen und nicht aus dem Markt geworfen zu werden. Die beiden Elemente einer erfolgreichen «beidhändigen» Unternehmensführung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Ambidexterity Exploitation

Nur jene Unternehmen, die beides beherrschen, werden in Zukunft erfolgreich sein. Zu schnell ist die Entwicklung und die damit einhergehenden Veränderungen des Umfelds und der Nachfrage geworden. In unserem Ratgeber und neuestem Video zeigen wir Ihnen die wichtigsten Punkte der Ambidexterity.

Hier geht es zum ausführlichen Ratgeber Thema “Ambidexterity”

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