Über 1 Million Telemetriedaten pro Sekunde, lauter Motorenschrei und Spannung bis zum Ende – dies ist die Formel 1.

Doch was hat die Formel 1 mit Corona gemeinsam und was kann man eigentlich aus einem Autorennen lernen?

Als Student ist man an eine schnelle Umgebung gewohnt. Vorlesungen besuchen, Arbeiten schreiben, lernen und ein spontanes Bier mit Freunden gehört oft zur Tagesroutine. Events, Workshops und ein weiteres spontanes Bier schleichen sich aber sehr gerne dazwischen und verändern somit die eigentlichen Pläne.

Doch mit dem Lockdown veränderte sich vieles. Alles wurde langsamer. Im Schneckentempo bewegten wir uns vor sich hin. Das Rennen veränderte sich schlagartig und die Safety-Car-Phase begann.

 

 

Trotz der Hektik am Anfang des Lockdowns, wurde der gesamte Lehrbetrieb schnell und ohne grössere Probleme auf eine «Digitale Lehre» umgewandelt. Die Rennstrecke war somit aufgeräumt und wir konnten wieder sicher weiterfahren und uns auf den Neustart vorbereiten. Doch das war nicht alles. Die Semesterprüfungen wurden in Online Prüfungen und somit auch zu Open Book Prüfungen, umgewandelt.

Es stellte sich daher eine schwierige, strategische Frage: soll man einen Pit Stop durchführen, neue Reifen holen, die Renn- / Lernstrategie ändern oder wie bisher weiterfahren?

Einige von uns wechselten die Strategie. Anstatt Sachen auswendig zu lernen, Definitionen wiederzugeben oder Rechenaufgaben mit anderen Zahlen und Annahmen zu wiederholen, waren die Zusammenhänge und das «Big Picture» der jeweiligen Vorlesung von noch grösserer Bedeutung als im Normalfall. Ob diese Strategie sich auszahlen wird, erfahren wir erst wenn die Noten kommen. Eines ist aber sicher, wir sind auf den Neustart bereit und fahren gerne in Richtung digitale Neue Normalität.

 

Ein Beitrag von Markus Bartoszonek