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ALERION CONSULT

Strategieentwicklung – Prozesse & Methoden

Die wichtigsten Tools zur Entwicklung erfolgreicher Unternehmensstrategien

Von klassischen Strategieprozessen bis hin zu den neuesten Trends in der Strategieentwicklung.

Manager-Handbücher sind voll mit einer Vielzahl an Methoden und Tools zur Entwicklung einer Strategie, wobei immer wieder neue Ansätze dazu kommen. Im Folgenden werden die wichtigsten und grundlegendsten Methoden zur Strategieentwicklung übersichtlich dargestellt. 

Methode 1: Branchenstrukturanalyse von Porter

Marktorientierter Ansatz

Eine der historisch wichtigsten und bekanntesten Methoden der Strategieentwicklung ist der Marktorientierte Ansatz nach Michael Porter.

Im Vordergrund stehen vor allem die eigene Positionierung und eine strukturierte und präzise Analyse der jeweiligen Branche. Ziel ist es die optimale Position sowie attraktive Branchen zu finden und klare Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten.

Porter kam zum Schluss, dass die Rentabilität eines Unternehmens schlussendlich von der Position des Unternehmens im Markt und der Attraktivität der Branche abhängt.

Die Attraktivität einer Branche wird durch die fünf Wettbewerbskräfte bestimmt:

  • Bedrohung durch neue Konkurrenten
  • Bedrohung durch Substitute
  • Verhandlungsmacht der Lieferanten
  • Verhandlungsmacht der Abnehmer
  • Rivalität unter den Wettbewerbern
Strategieentwicklung nach Porter

Um erfolgreich auf dem Markt zu agieren muss sich laut Porter das Unternehmen für eine der sogenannten generischen Wettbewerbsstrategien entscheiden. Das Ziel ist es Wettbewerbsvorteile zu erziehen. Porter schlägt drei verschiedene Typen von Strategien vor:

  • Strategie der Kostenführerschaft
  • Strategie der Differenzierung
  • Strategie der Fokussierung (auch Nischenstrategie genannt)

Methode 2: Gary Hamel / C.K. Prahalad

Ressourcenorientierter Ansatz

Der Ansatz von G. Hamel und C. K. Prahalad geht davon aus, dass die spezifischen Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens nicht Hauptverantwortlich für nachhaltige Wettbewerbsvorteile sind. Vielmehr sind für die Durchführung der Kernprozesse relevante Fähigkeiten die Grundlage für echte Wettbewerbsvorteile. Solche Kernkompetenzen erfüllen folgende Kriterien:

  • Wesentliche Beteiligung am Kundennutzen
  • Nur schwer imitierbar
  • Potenzieller Zugang zu einer Vielfalt von Märkten

Um die Wirkung der Kernkompetenzen abzubilden benutzen Hamel und Prahalad die Analogie eines Baums. 

Strategieentwicklung Kompetenzen

Das Kernkompetenzen Portfolio

Die Kernkompetenzen wurden als Wurzeln dargestellt, auf Basis derer der Stamm (Kernprodukte) steht. Die einzelnen strategischen Geschäftseinheiten (SGE) repräsentieren die Äste des Baums, an denen dann einzelne Blätter (Produkte) wachsen.

Um sicherzustellen, dass ein Unternehmen mehr Kernkompetenzen entwickelt, kann das Kernkompetenzen-Portfolio verwendet werden. Die Matrix kombiniert die Kernkompetenzen mit bestehenden oder neuen Märkten.

Strategie Kernkompetenzportfolio Alerion

Zusammenfassend sollten sich also Unternehmen, um am Markt langfristig erfolgreich zu sein, auf ihre Kernkompetenzen fokussieren. Im Gegensatz zum marktorientierten Ansatz von M. Porter kann man daher von einem «inside-out-view», anstatt einem «outside-in-view» sprechen.

Methode 3: STEP-Analyse

STEP Analyse - Strategieentwicklung Alerion

Die STEP-Analyse (auch PEST-Analyse genannt) ist ein Modell zur Analyse des makroökonomischen Umfeldes eines Unternehmens. Es ist äusserst geeignet um langfristige Trends, Marktwachstum und Geschäftschancen zu analysieren und ihren potenziellen Einfluss auf die Organisation abzuschätzen.

Die STEP-Analyse beurteilt das Umfeld in 4 Dimensionen:

  • Sozio-kulturelle Faktoren (wie z. B. Lebensstil, demographische Entwicklung, Einkommensverteilung, Werte)
  • Technologische Faktoren (wie z. B. Produktlebenszyklen, Forschung und Entwicklung, staatliche Forschungsprogramme)
  • Ökonomische Faktoren (wie z. B. Wirtschaftswachstum, Zinsen, Arbeitslosigkeit)
  • Politische Faktoren (wie z. B. Gesetzgebung, Stabilität des Landes, Wettbewerbsaufsicht)

Methode 4: SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse ist womöglich das bekannteste und meistgenutzte Analysewerkzeug der Welt. Grundidee ist das Vorbereiten der benötigten Informationen für den Strategieentwicklungsprozess. Dabei werden die Informationen in 4 Faktoren unterteilt:

  • Stärken
  • Schwächen
  • Chancen
  • Gefahren
SWOT Analyse - Strategieentwicklung Alerion

Eine Erweiterung des klassischen SWOT-Modells ist die SWOT-Matrix:

SWOT Matrix - Strategie Entwicklung Alerion

Strategische Zielsetzung für:

  • SO-Kombination – Neue Chancen, die zu den Stärken passen, verfolgen
  • WO-Kombination – Schwächen eliminieren und neue Chancen nutzen
  • ST-Kombination – Stärken nutzen, um Gefahren abzuwehren
  • WT-Kombination – Verteidigungsstrategien entwickeln

Methode 5: Ansoff 

Die Ansoff-Matrix wurde von Igor Ansoff entwickelt und ist eines der ersten Strategietools überhaupt. Die Idee hinter dem Modell ist eine Kombination von bestehenden und neuen Märkten und Produkten. Anhand der 4 möglichen Kombinationen präsentiert die Matrix 4 verschiedene Unternehmensstrategien, die ein langfristiges Wachstum sichern sollen.

Strategie Entwicklung Ansoff Methode - Alerion
  • Marktdurchdringung – versuchen im bestehenden Markt zu wachsen, und Marktanteile zu erhöhen.
  • Produktentwicklung – versuchen mit neuen Produkten Kundenbedürfnisse auf bestehenden Märkten zu befriedigen.
  • Marktentwicklung – versuchen mit bestehenden Produkten neue Marktsegmente zu erreichen.
  • Diversifikation – versuchen mit neuen Produkten neue Märkte zu erschliessen

Methode 6: Blue Ocean

Die Blue Ocean Strategy wurde erstmals von W. Chan Kim und R. Mauborgne im Jahr 2005 vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Ergebnis von langjährigen Studien und Analysen von 150 strategischen Verhalten in 30 Branchen.

Die Grundlage bildet eine Aufteilung des Marktes in «Red Oceans» und «Blue Oceans». Wobei Red Oceans den Wettbewerb im bestehenden Markt und Blue Oceans neue wettbewerbsfreie, noch unerschlossene Märkte beschreibt.

 Das grundsätzliche strategisches Prinzip ist das Aufdecken von neuen Chancen und neuen Märkten durch Wertinnovationen.

Blue Ocean Strategie Modell Beispiel - Alerion

6 Prinzipien der Blue Ocean Strategy

Formulierungsprinzipien:

  • Marktgrenzen neu definieren
  • Konzentration auf das grosse Ganze, nicht auf das jetzt und hier
  • über das bestehende Angebot und die Nachfrage hinausgehen
  • Die strategische Sequenz richtig einhalten

 

Durchführungsprinzipien:

  • Überkommen der organisatorischen Hürden
  • Die Ausführung in die Strategie einbauen

Methode 7: Strategische Erfolgspositionen (Cuno Pümpin)

Cuno Pümpin, einer der bekanntesten Schweizer Strategie-Autoren führte in den achtziger mit seinem Führungskonzept den Begriff der Strategischen Erfolgspositionen (SEP) ein. Als SEP werden spezifische, der Konkurrenz überlegene Fähigkeiten bezeichnet, die langfristig den Unternehmenserfolg sichern.

Ähnlich wie die Kernkompetenzen von G. Hamel und C.K. Prahalad erfüllen die strategischen Erfolgspositionen von C. Pümpin folgende Kriterien:

  • Nicht imitierbar
  • SEP sichern den langfristigen Unternehmenserfolg
  • SEP lassen sich entlang der ganzen Wertschöpfungskette aufbauen
  • Bedeutend für die Zukunft 

Persönliche Beratung mit “total commitment”

Bruno Schulze

Bruno Schulze

Partner / Präsident des Verwaltungsrates
Johannes Regenass

Johannes Regenass

Partner / CEO / Mitglied des Verwaltungsrates
Prof. Dr. med. Parwis Fotuhi

Prof. Dr. med. Parwis Fotuhi

Partner / Mitglied des Verwaltungsrates